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"Ich kann niemanden etwas lehren, ich kann ihm nur helfen,
es in sich selbst zu entwickeln." Galileo Galilei

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Schule als Lebenswelt

Bei der Vincenz-von-Paul-Schule handelt es sich um eine staatlich anerkannte Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung der Sekundarstufe I und Sekundarstufe II in freier Trägerschaft. An unserer Schule gelten grundsätzlich die Richtlinien der Hauptschule und die Richtlinien des Berufskollegs, bei lernschwächeren Schülern können ergänzend die Richtlinien der Förderschule Lernen eingesetzt werden.

Als Förderschule stehen uns fachlich qualifizierte Sonderpädagogen zur Verfügung, die uns eine ganzheitliche sonderpädagogische Förderung auch beim einzelnen Schüler/in ermöglichen. Für die sozialpädagogischen Anteile steht ein Schulsozialarbeiter als Ansprechpartner zur Verfügung.
Die Vincenz-von-Paul-Schule ist als Förderschule der Vincenzheim Ausbildungsstätte e. V. angegliedert, eine Zweigstelle befindet sich in Hamm-Allen auf dem Strüverhof.



Förderziele
Das primäre Ziel der Förderschule ist die Reintegration der Kinder und Jugendlichen in die allgemeinbildenden Schulsysteme. Sollte dieses aufgrund individueller Bedingungen nicht mehr möglich erscheinen, sind folgende Schulabschlüsse an der Vincenz-von-Paul-Schule zu erwerben:

  • Primarstufe
  • Hauptschulabschluss nach Klasse 9 mit / ohne Berechtigung zum Besuch der Klasse 10 Typ B
  • Sekundarabschluss I - Hauptschulabschluss nach Klasse 10 Typ A
  • Sekundarabschluss I - Fachoberschulreife
  • Sekundarabschluss I - Fachoberschulreife mit Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe
  • Alle Abschlüsse der Förderschule für Lernen
  • Sekundarstufe II - nachträglicher Erwerb des Hauptschulabschlusses
  • Sekundarstufe II - Qualifikationsbausteine zur Vermittlung von Ausbildungsreife

Prinzipien, Organisationen und Rahmenbedingungen des Unterrichts
  • Kleine Klassen zwischen 4 und 10 Schülern und Schülerinnen
  • Klassenlehrerprinzip in den unteren Klassen als Voraussetzung einer tragfähigen Lehrer-Schüler-Beziehung
  • Individuumbezogene Förderung, Einzelförderung
  • Erlebnispädagogische Orientierung
  • Schulersetzender und schulergänzender Unterricht in der Anfangsphase ohne Schulleistungsstress
  • Projekt- u. lebensweltorientierter Unterricht
  • Angebote zum sozial-emotionalen Lernen: Entspannungs-, Fitness-, Meditationsraum, Kapelle, psychomotorisches Zentrum, heilpädagogisches Reiten
  • Förder- und Stützunterricht
  • Offener Unterricht zur Förderung der Selbstständigkeit und Selbstbestimmung
  • Unterricht und Lernen "vor Ort"
  • individuelle Lernangebote und alternative Lernorte
  • Besondere Betonung berufsvorbereitender Maßnahmen durch Einrichtung einer BuS-Klasse und intensive Zusammenarbeit mit Berufsförderzentren und der Agentur für Arbeit
  • Individuell und zeitlich abgestimmte (bei Bedarf mehrmalige) Betriebspraktika in Form von Block- und Tagespraktika
  • Enge Vernetzung aller am pädagogischen Prozess Beteiligten
  • Spezifische Bildungsangebote für Mädchen und junge Mütter (Betreuung der Kleinkinder in Mutter-Kind-Gruppen und Kinderkrippe)
  • Beteiligung am Sokratesprogramm der EU
Zielgruppe
Insgesamt können aufgrund der räumlichen und personellen Gegebenheiten bis zu 110 erziehungshilfebedürftige SchülerInnen in den Klassenstufen 5-10 der Sek I und der Stufe 11 der Sek II unterrichtet werden.
Voraussetzung des Besuchs der Schule ist die Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs. Das Gutachten kann durch unsere Sonderpädagogen erstellt werden. Unsere Jugendlichen wohnen im Vincenzheim, in anderen Einrichtungen der stationären Erziehungshilfe, noch oder wieder bei ihren Eltern und in eigenen Wohnungen. Jugendliche in intensivpädagogischen Maßnahmen erhalten die Möglichkeit der Fernbeschulung.


Berufskolleg Sek II
Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die in keinem Berufsausbildungsverhältnis stehen, finden Aufnahme in unserem Berufskolleg. Ziel des Bildungsganges ist der Erwerb einfacher beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten. Diese sollen auf eine betriebliche Ausbildung vorbereiten und die Chancen der Jugendlichen auf dem Lehrstellen- und Arbeitsmarkt verbessern. Der Besuch von sonderpädagogischen Förderklassen an unserem Berufskolleg vermittelt erste berufliche Kenntnisse und ermöglicht den Erwerb bzw. Nacherwerb des Hauptschulabschlusses. Die Fachklassen werden als einjährige vollzeitschulische Klassen in den Berufsfeldern Hauswirtschaft / Textilpflege und Holz- / Farbtechnik geführt und geben SchülerInnen mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf ohne Berufsausbildungsverhältnis die Möglichkeit, die Berufsschulpflicht zu erfüllen.


Berufsbildende Maßnahmen / Ausbildung
Seit 1992 bietet die Vincenzheim Ausbildungsstätte e. V. eine Ausbildung im Bereich Hauswirtschaft mit dem Abschluss der Hauswirtschafterin / Hauswirtschaftshelferin an. Diese wird durch eine qualifizierte, langjährige Hauswirtschaftsmeisterin durchgeführt. Der Besuch des öffentlichen Berufskollegs ist verpflichtender Bestandteil der Ausbildung.
Die gärtnerische und hauswirtschaftliche Ausbildung wird auch in Hamm-Allen, Strüverhof angeboten.