Die intensivpädagogischen Hilfen sind ein erzieherisches Angebot für Kinder und Jugendliche, bei denen andere
Interventionen gescheitert sind.
Sie werden als Kinder und Jugendliche beschrieben, die "unaushaltbar", "gruppenunfähig" und "unerreichbar" sind. Dies erfordert
in der Regel ein sehr spezifisches, auf die Person bezogenes, individuelles Angebot.
Kernpunkte des Angebotes sind:
- Beziehungsgestaltung - Nachholung der Beziehungserfahrung - tragende Beziehungen durch Kontinuität und Überschaubarkeit
- sehr individuelle und flexible Auswahl und Ausgestaltung der Hilfen
- konstruktive Irritation
- Möglichkeit der Neuorientierung des Lebensentwurfs, der Lebensplanung, der Lebensgestaltung
- zeitliche Befristung der erzieherischen Hilfen
- Entwicklung von Verhaltensweisen über Modelle
- Aufbau von Realitätsbezügen
- Bewältigung der Alltagsrealität
- Folgebetreuung
In verschiedenen Settings halten wir dieses spezifische Angebot für Kinder und Jugendliche vor.

5 Plätze für Kinder 1:1,2
4 Plätze für Jugendliche 1:1,93
intensivpädagogische Gruppe, koedukativ
Die ausgelagerte Wohngruppe bildet eine
Kombination aus Intensivgruppe für Kinder und einer Wohngruppe für Jugendliche.
Die Heranwachsenden werden rund um die Uhr im Schichtdienst betreut. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche mit besonders
schwierigen Problemlagen. Die Gruppe lebt in einem gemütlichen, großzügig angelegten Einfamilienhaus in dörflicher
Umgebung. Der hohe Personalschlüssel ermöglicht intensive individuelle Bezüge, Halt gebende Lebenswelten,
Gemeinschafterfahrung, kindgerechte gemeinsame Gestaltung des Lebensalltags, gezielte individuelle Förderung und ganzheitliches
Handeln. Besonderheit der engmaschigen Zusammenarbeit zweier Betreuungsformen ist ein sorgfältig konzipiertes Angebot. Es bietet
den Kindern der Intensivgruppe bei entsprechender Entwicklung eine behutsame Möglichkeit in die Regelgruppe zu wechseln, aber in
dem selben Umfeld zu verbleiben.
(IVM-Bereich)
5 Intensivplätze, 1:1,2 und
4 Regelgruppenplätze, 1:1,93 für Kinder im Alter von 6-18 Jahren
Intensivgruppe mit integriertem Regelbereich und Folgebetreuung
Unser Refugium in Werl-Westönnen bietet sehr viel Platz für spielerisches Erleben und
Lernen, Tierhaltung und viel Raum zum Entspannen in den räumlich voneinander getrennten
Intensiv- und Regelbereichen. Für ein späteres Training zur Verselbständigung
stehen separate Wohnbereiche zur Verfügung. Eine klare und brauchbare, sprich kindgerechte
Ordnung ist die Grundlage für das erzieherische Geschehen, welche sich an den
Bedürfnissen der Kinder orientiert. Wir begleiten die Kinder durch das Jugendalter bis
zur Verselbständigung, geben ihnen die Möglichkeit, einem geregelten Leben nachzugehen
und sich in das gesellschaftliche Leben zu integrieren. Die Tiergestützte Pädagogik
ist für uns ein wertvoller Weg der Erziehung und Begleitung von Kindern. Der Schwerpunkt
liegt hier bei der Beziehungsanbahnung zwischen dem Kind und dem Tier unter Berücksichtigung
einer sinnesorientierten bzw. wahrnehmungsfördernden Arbeitsweise. Auf unserem Gelände
leben Hühner, Kaninchen, Meerschweinchen, ein Hängebauchschwein, eine Gruppe Ziegen und
ein Hund.
(IVM-Bereich)
4 Plätze 1:1,93
Wohnungen in der Einrichtung und im Stadtgebiet
Die Einzelbetreuung ist ein
flexibel angewandtes vollstationäres Angebot für Jugendliche, die nicht in eine
Wohngruppe integrierbar sind. Die niederschwellige Hilfe beginnt mit der Schaffung einer alltäglichen Lebenssituation, mit der
Bewältigung einfachster Lebensregeln und
der Grundsicherung des Lebensalltags. Ziel der Hilfe
ist die schrittweise Befähigung zum eigenverantwortlichen selbstständigen Leben in einer eigenen Wohnung. Nach
Möglichkeit wird mit den Jugendlichen eine Schul-, Arbeits- oder Ausbildungsperspektive entwickelt.
(IVM-Bereich)
Plätze nach Bedarf
fallspezifische Betreuungssettings
Die Inlandsstandorte sind gekennzeichnet durch
Distanz zur Familie und zum Milieu, die Herkunftsfamilie wird dabei
nicht ausgegrenzt. In 2007 sind deutschlandweit 6 Settings belegt. Die Betreuung kann
familienanalog in Kleinstgruppen
oder in einer 1:1 Betreuung erfolgen. Die Einrichtung gewährleistet eine spezielle Folgebetreuung.
(IVM-Bereich)
Plätze nach Bedarf
fallspezifische Betreuungssettings
Die Auslandsstandorte Italien, Spanien, Estland, Schweden, Griechenland und Polen sind für den Jugendlichen dadurch gekennzeichnet, dass sie einen
Schonraum darstellen, in dem er sich neu und verändert entdecken kann. Konfrontiert mit fremder Kultur und
unbekannter Sprache können sie
sich öffnen für neue Erfahrungen und Handlungsmuster. Je nach Standort
sind Einzel- bzw. Gruppensettings vorgesehen. Die Einrichtung gewährleistet eine spezielle Folgebetreuung.