"Alles Gute, was geschieht, setzt das Nächste in Bewegung."
Johann Wolfgang von Goethe
6. Teilstationäre und ambulante Betreuungen
Teilstationäre und ambulante Erziehungshilfen sind familienergänzende Angebote, die bei Vorliegen unterschiedlicher
Problemlagen das System Familie unterstützen bzw. ergänzen. Voraussetzung ist die Bereitschaft und Fähigkeit zur
aktiven Zusammenarbeit und zur Grundannahme und - versorgung des Kindes durch die Eltern. Die Lebenswelt des Kindes in seiner
Familie und seinem sozialen Umfeld bleibt erhalten.
Schwerpunkte dieser Arbeit sind:
Entlastung der Familie
Unterstützung in Erziehungsfragen
Verbesserung von Entwicklungsbedingungen
Hilfen und Beratung in wirtschaftlichen Fragen
Stärkung der elterlichen Verantwortung
Förderung der Kinder
Wir bieten:
gezielte Einzelförderung.
Kleingruppenarbeit
Hausaufgabenbetreuung
Sozialpädagogische Gruppenarbeit
Ferienprogramm
Elternberatung und -begleitung
Hausbesuche
Hospitationen
Elternfrühstück
gemeinsame Familienaktionen
Zusammenarbeit mit Schulen und Jugendamt
Krisenintervention
Ein spezieller Schwerpunkt des pädagogischen Konzepts ist die Psychomotorik.
10 Plätze 1:3 teilstationäre Betreuung
Das Betreuungsangebot der heilpädagogischen Tagesgruppe ist für Kinder im Alter von ca. 7 - 12 Jahren konzipiert. Die
teilstationäre Hilfe mit den Schwerpunkten soziales Lernen in der Gruppe, intensive Entwicklungsförderung,
Unterstützung des schulischen Lernens und intensive Zusammenarbeit mit den Eltern soll den Verbleib der Kinder in ihren
Familien sichern. Die pädagogische Arbeit ist gekennzeichnet von der Tagesbetreuung, die schwerpunktmäßig am Nachmittag
stattfindet, die aber ergänzt wird durch die Kontakte zur Schule, zum Jugendamt und durch Beratungsdienste in den Vormittagsstunden.
Die gemeinsame Mahlzeit, das Mittagessen wird von der gesunden, ausgewogenen, ökologischen Küche des Hauses bezogen.
Die strukturierenden erzieherischen Hilfen am Nachmittag beziehen sich auf Hausaufgabenbetreuung, Kleingruppenarbeit.
Der Begriff des Familiensystems wird in der ambulanten Arbeit umfassend und im erweiterten Sinne verstanden, da er sich an
der tatsächlichen Lebenswelt des Kindes oder Jugendlichen orientiert. Daher arbeiten wir aufsuchend, mit den Familien in deren
Lebenskontext.
Der Hilfeplan regelt nach § 36 KJHG neben den Inhalten der Arbeit auch einen klar definierten Zeitraum der Zusammenarbeit.
Die Betreuungseinheiten richten sich nach den an dem Hilfebedarf orientierten und vereinbarten Fachleistungsstunden.
Die MitarbeiterInnen sind größtenteils nach dem Systemischen Ansatz fortgebildet, entweder zum
Systemischen Berater oder zur Familientherapeutin.
Sowohl die Begleitung und Unterstützung von Familiensystemen und Einzelnen, als auch die Lebensbewältigung und
Erziehungsgestaltung steht für uns im Vordergrund.
Wir unterstützen Familien:
bei der Entwicklung von Antworten auf Erziehungsfragen
bei der Stabilisierung der Familienstrukturen
bei der Stärkung der Erziehungsfähigkeit
in Krisen
bei der Rückführung des Kindes in die Familie nach einem stationären Aufenthalt
Katholischer Trägerverbund "Ambulante Erziehungshilfen"
Das St. Vincenz-Jugendhilfe-Zentrum, die Jugendhilfe St. Elisabeth und das Jugendwohnhaus St. Bonifatius bilden einen
Trägerverbund für ambulante Erziehungshilfen. Dieses multiprofessionelle Team ermöglicht schnell gezieltere
Hilfen, die auf den individuellen Bedarf der Familien abgestimmt werden.
Plätze nach Bedarf Fachl.stunden ambulante Betreuung von Familien
Familien sind in der heutigen Zeit besonderen Belastungen ausgesetzt. Viele Familien können Konflikt- und Krisensituationen
selbstständig bewältigen, aber es gibt zur Zeit eine steigende Entwicklung der Familien, die Beratung und Hilfe
benötigen und diese auch annehmen. In der gemeinsamen Hilfeplanung werden mit der Familie Problemstellungen erfasst, Ziele
formuliert und wir machen uns gemeinsam auf den Weg der Bewältigung. Wichtig ist uns in und mit der Familie zu arbeiten,
diese als System zu erfassen, von und mit der Familie zu lernen und sowohl mit den Eltern, den Bezugspersonen und den Kindern
partnerschaftlich zusammenzuarbeiten. Die MitarbeiterInnen beraten ihre Fallbetreuungen regelmäßig mit erprobten methodischen Verfahren.